Diagnostik und Therapie in der Rheumatologie - ein Update 2013
Fortbildungsveranstaltung am Mittwoch, dem 04. September 2013 im Krankenhaus am Crivitzer See
Programm I Referenten I Anmeldung I Veranstaltungsort I Anreise


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Das Krankheitsbild der degenerativen Gelenkerkrankung ist seit Jahrtausenden bekannt. Über Jahrhunderte wurden alle Gelenkerkrankungen unter der Bezeichnung „Rheumatismus“ geführt, bevor 1683 die Gicht durch Thomas Sydenham (1624-1689), der selbst an einer Arthritis urica litt, abgegrenzt wurde. Eine frühe Unterteilung geht auf John Haygarth (1740-1827) zurück, er grenzte 1779 die Gicht von den chronischen rheumatischen Gelenk­erkrankungen und dem Malum coxae senile ab.

Die Etablierung der Röntgenstrahlen in der Medizin, die Differenzierung bakterieller Infektionen aus der Sicht der Mikrobiologie sowie die Fortentwicklung der Pathologie führten zu immer weiteren Novellierungen der bestehenden Klassifikationen. Zudem wurden auch biomechanische Aspekte berücksichtigt. 1863 grenzte Rudolf Virchow die degenerativen Gelenkerkrankungen in seiner Veröffentlichung: „Die krankhaften Geschwülste“ ab und prägte die Bezeichnung „Arthritis deformans“. Hierdurch wurde diese Form der Gelenkerkrankung von den entzündlichen Arthritiden unterschied­lichster Genese differenziert, sie blieb jedoch eine Sonderform die unter dem Sammelbegriff der Arthritis geführt wurde.

Nach Schätzungen der Weltgesundheits- organisation (WHO) leiden unter den >60- Jährigen 9,6% der Männer und 18,0% der Frauen an einer symptomatischen Arthrose. Die Prävalenz radiologischer Ver- änderungen im Sinne einer Arthrose ist in etwa doppelt so hoch.

Im deutschen Gesundheitswesen besitzt der Hausarzt derzeit noch keine „Gatekeeper- Rolle“, wie dies in vielen anderen Ländern der Fall ist. Dennoch kommt ihm eine bedeutende Rolle als erster Ansprech- partner und als „Lotse“ bei den Gelenkerkrankungen zu. Es erscheint deshalb notwendig zu wissen, welchen Typus Gelenkerkrankung man in welcher Altersgruppe erwartet und welche entsprechenden Therapien zur Verfügung stehen.

Des Weiteren widmen wir uns dann der aktuellen Einteilung der Vaskulitiden. Im Jahr 2012 ist eine neue Klassifikation der Vaskulitis (International Chapel Hill Consensus Conference Nomenclature, Jennette et al., Ann Rheum 2013; 65:1-11) vorgeschlagen worden, die sich nach der Größe der betroffenen Gefäße richtet. Die neuen Kriterien zur Diagnose und Klassifikation von Vaskulitiden sollen dazu beitragen, die Versorgung der Patienten zu verbessern. Zur Therapie von Patienten mit systemischen Vaskulitiden gibt es inzwischen bessere Optionen als den früheren Standard.

Ich lade Sie wieder recht herzlich nach Crivitz ein und freue mich jetzt schon auf die anregende Diskussion mit zwei der renommiertesten Vertreter ihres Fachgebietes im Anschluss an die Vorträge.

Ihr
Bernd Helmecke


Programm - 04.09.2013

18:00 Uhr Begrüßung / Einführung
Dipl.-Med. Bernd Helmecke

18:15 Uhr Gelenkerkrankungen - Differenzialdiagnosen in den verschiedenen Lebensphasen
Dr. Thomas Karger, Köln

19:15 Uhr Therapiestrategien bei Vaskulitiden
Prof. Dr. Christian Kneitz, Rostock

Die Referenten

Dr. med. Thomas Karger
Internist/Rheumatologie
Ernährungsmedizin BFD
Köln

Prof. Dr. med. Christian Kneitz,
Chefarzt, Klinik für Innere Medizin II
Klinikum Südstadt Rostock


Anmeldung
(wenn möglich bis zum 02.09.2013):

MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See

Sekretariat Klinik für Innere Medizin
Frau Ellen Koller
Amtsstraße 1
19087 Crivitz

Tel.: 03863 - 520 131
Fax: 03863 - 520 439
E-Mail: Ellen.Koller@mediclin.de



Veranstaltungsort

Hotel und Restaurant Waldschlößchen

Schweriner Chaussee 08
19089 Crivitz
Tel.: 03863 5430-0
Fax: 03863 5430-99
E-Mail: waldschloesschen@m-vp.de





Anreise


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Fahren Sie von der A 24 (Hamburg-Berlin) auf die A 14. An der Ausfahrt Schwerin Ost gelangen Sie auf die B 321. Nach 5,5 km (Richtung Crivitz-Parchim) finden Sie das Hotel „Waldschlößchen“ am Waldesrand.


Die Veranstaltung erfolgt mit freundlicher Unterstüzung von

       


Die Veranstaltung wurde mit 5 Fortbildungspunkten zertifiziert von der




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