Multiresistente Erreger - Neue Risiken im klinischen Routinebetrieb
Fortbildungsveranstaltung am Mittwoch, dem 05. März 2014 in Crivitz
Programm I Referenten I Anmeldung I Veranstaltungort I Unterstützer I Punkte

Leitung: Dipl.-Med. Bernd Helmecke
Chefarzt Klinik für Innere Medizin



MediClin
Krankenhaus am Crivitzer See

Flyer als Download-PDF ca. 600kb



Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

In Deutschland erkranken jährlich 400.000 bis 600.000 Patienten im Rahmen einer medizinischen Behandlung an einer Infektion - 7.500 bis 15.000 Patienten sterben daran. Viele nosokomiale Infektionen werden durch multiresistente Erreger verursacht.

Vor allem Intensivstationen und chirurgische Abteilungen von Krankenhäusern oder auch Pflegeheime bieten durch den dort besonders hohen Antibiotikaverbrauch ideale Nischen für Keime, die unter dem Selektionsdruck ihre Resistenzeigenschaften erweitern.

MRGN sind weltweit das zurzeit dringendste infektiologische Problem.
Im Fall von multiresistenten gramnegativen Erregern (MRGN) bleibt zunehmend nur der Einsatz unklar definierter Therapieregime mit älteren Wirkstoffen, meist unter dem Risiko relevanter Nebenwirkungen und Organtoxizitäten.

In einem selbst verstärkenden System bedingt das Auftreten von MRGN eine ständige Erhöhung des Antibiotikaverbrauches, um auch weiterhin in der kalkulierten Therapie die notwendige Breite zu erreichen.

Zur Klassifizierung der MRGN hat das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Einteilung nach Anzahl der noch anwendbaren Wirkstoffe vorgeschlagen, die sich auf die vier Antibiotikagruppen Acylureidopenicilline, Cephalosporine der 3. und 4. Generation, Carbapeneme und Fluorchinolone bezieht. Epidemiologisch wichtig sind nach allgemeiner Sichtweise 3MRGN (multiresistente gramnegative Stäbchen mit Resistenz gegen 3 der 4 Antibiotikagruppen) und 4MRGN (multiresistente gramnegative Stäbchen mit Resistenz gegen 4 der 4 Antibiotikagruppen). 4MRGN schließt die Panresistenz ein.

Das gramnegative Bakterium Klebsiella pneumoniae (KP) ist dabei ein häufiger Auslöser von nosokomialen Infektionen, vor allem bei immunsupprimierten Patienten. Besondere Gefahr geht von Carbapenemase-bildenden KP-Stämmen (KPC) aus. Ab Juli 2010 ereignete sich im Leipziger Universitätsklinikum der bislang größte bekannt gewordene KPC-Ausbruch, bei dem bis Okober 2012 insgesamt 90 Patienten mit einem KPC-2-produzierenden KP-Stamm (KPC-2-KP) kolonisiert (58%) oder infiziert (42%) wurden, darunter 9 Lebertransplantatempfänger (LTR).

Ich lade Sie wieder recht herzlich nach Crivitz ein und freue mich jetzt schon auf die anregende Diskussion im Anschluss an die Vorträge. Ich freue mich hier wieder besonders prädestinierte Referenten begrüßen zu dürfen, die Ihnen aus erster Hand berichten können.

Ihr Bernd Helmecke

                 


Programm - 05. März 2014

18:00 Uhr Begrüßung / Einführung
Dipl.-Med. Bernd Helmecke

18:15 Uhr Multiresistente gramnegative Bakterien - Neues Hygienerisiko und Konsequenzen für die Praxis
Prof. Dr. Reinier Mutters, Marburg

19:15 Uhr Lehren aus einem KPC-Ausbruch
Prof. Dr. Arne C. Rodloff, Leipzig


Die Referenten

Prof. Dr. Reinier Mutters
Leiter Krankenhaushygiene am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene Philipps-Universität Marburg

Prof. Dr. med. habil. Arne C. Rodloff
Direktor des Instituts für Mikrobiologie, kommissarischer Leiter der Stabsstelle Krankenhaushygiene Universitätsmedizin Leipzig

  


Anmeldung:

MEDICLIN Krankenhaus am Crivitzer See
Sekretariat Klinik für Innere Medizin
Frau Ellen Koller
Amtsstraße 1
19087 Crivitz

Tel.: 03863 - 520 131
Fax: 03863 - 520 439
E-Mail: Ellen.Koller@mediclin.de


Veranstaltungsort / Anreise:

Hotel und Restaurant Waldschlößchen
Schweriner Chaussee 08, 19089 Crivitz
Tel.: 03863 5430-0
Fax: 03863 5430-99
E-Mail: waldschloesschen@m-vp.de

Anfahrt:
Fahren Sie von der A 24 (Hamburg-Berlin) auf die A 14. An der Ausfahrt Schwerin Ost gelangen Sie auf die B 321. Nach 5,5 km (Richtung Crivitz-Parchim) finden Sie das Hotel „Waldschlößchen“ am Waldesrand.

Karte: (google-maps)



Die Veranstaltung erfolgt mit freundlicher Unterstüzung von

800.- €     750.- €     750.- €    

700.- €     500.- €


Die Veranstaltung wurde mit 5 Fortbildungspunkten zertifiziert von der