Fortbildungsveranstaltung am Mittwoch, dem 01. März 2017

Tachykarde Herzrhythmusstörungen -
Ursachen, notwendige Diagnostik, aktuelle Therapieoptionen

Hotel und Restaurant Waldschlöchen

Veranstaltungsort:

Hotel und Restaurant Waldschlöchen
Schweriner Chaussee 08 | 19089 Crivitz

Tel.:
Fax:
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03863 5430-0
03863 5430-99
waldschloesschen@m-vp.de


Anfahrt:

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Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

tachykarde Herzrhythmusstörungen sind in der täglichen Praxis von sehr großer zahlenmäßiger Relevanz. Ausweislich der offiziellen Statistik der Gesundheits-berichterstattung des Bundes befanden sich > 350000 Menschen im Jahre 2014 in deutschen Krankenhäusern mit den Hauptdiagnosen tachykarder Herzrhythmus-störungen (ICD-10 Kodierung: I47 und I48). Damit stellen diese Krankheiten nach der Herzinsuffizienz (I50) die zweithäufigste Ursache für eine Hospitalisierung in Deutschland dar. Gegenüber dem Berichtsjahr 2000 ist in diesen 14 Jahren eine Zunahme von 60% zu konstatieren.

Das Vorhofflimmern ist die häufigste tachykarde Herzrhythmusstörung, bei der die Störung der geregelten Vorhoferregung über einen von verschiedenen Zentren im Vorhof ausgehenden Erregungen ausgelösten Reentry-Mechanismus ausgeht.

Die Hämodynamik ist durch das Vorhofflimmern beeinträchtigt. Bei dauerhaft tachykarder Überleitung kann es zur Schädigung des Myokards kommen. Weiterhin ist das Ausbleiben der mechanischen Vorhofaktion dafür verantwortlich, dass die diastolische Füllung des Ventrikels um etwa ein Fünftel vermindert ist. Dies wirkt sich ebenfalls negativ auf das Schlagvolumen aus.

Durch die uneffektive Kontraktion der Vorhöfe kommt es zu einer Stase von Blut, die zur Bildung eines Thrombus führen kann. Das Thromboserisiko ist nach 48 Stunden bestehendem Vorhofflimmern stets als erhöht zu betrachten. Bei ventrikulären Tachyarrhythmien auf dem Boden einer strukturellen kardialen Erkrankung ist eine Risikoabschätzung unabdingbar und oft eine Therapie mit einem implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD) indiziert. Daher sind neben der hämodynamischen Relevanz in der Akutsituation die zugrunde liegenden Herzkrankheiten wesentlich in der Einschätzung der Situation. Sie dienen als Grundlage für Überlegungen zur langfristigen Therapie. Ventrikuläre Tachy-arrhythmien treten als Folge struktureller Herzerkrankungen wie KHK oder dilatativer Kardiomyopathie (DCM) auf, zudem bei primär elektrischen Erkrankungen oder sogar ohne erkennbare kardiale Grunderkrankung.

Ich lade Sie wieder recht herzlich nach Crivitz ein und freue mich jetzt schon auf die anregende Diskussion im Anschluss an die Vorträge. Ich freue mich wieder Referenten begrüßen zu dürfen, die Ihnen aus erster Hand berichten können.

Ihr
Bernd Helmecke

Logo BDI     Logo Gesellschaft der Internisten MV    Logo Hartmann

Programm

Uhrzeit Programm
18:00 Uhr

Begrüung / Einführung

Dipl.-Med. Bernd Helmecke
18:15 Uhr

Ursachen und moderne Therapieoptionen des Vorhofflimmerns

Prof. Dr. Jochen Müller-Ehmsen, Hamburg
19:15 Uhr

Strukturelle Herzerkrankungen als Ursache ventrikulärer Tachykardien – welche Therapieoption wann?

Prof. Dr. Carsten Tschöpe, Berlin

Die Referenten:

Prof. Dr. med. Jochen Müller-Ehmsen
Chefarzt der Abteilungen Kardiologie, Pneumologie und internistische Intensivmedizin Asklepios Klinik Altona, Hamburg

Asklepios Klinik Altona

Prof. Dr. med. Carsten Tschöpe
Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie Charité Universitätsmedizin Berlin - Campus Virchow Klinikum (CVK) und Berliner Zentrum für Regenerative Therapien (BCRT)

Charité Berline    

Anmeldung (wenn möglich bis zum 27.02.2017):

Frau Getrud Harms
Westmecklenburg Klinikum Helene von Bülow GmbH Klinik für Innere Medizin Krankenhaus Ludwigslust Neustädter Str. 1 19288 Ludwigslust

Tel.
Fax.

Mail.
Web.
03874 433361
03874 433323

Gertrud.Harms/at/wmk-hvb.de
www.wmk-hvb.de

Fortbildungspunkte

Die Veranstaltung wurde mit 5 Fortbildungspunkten zertifiziert von der
Ärztekammer MV

Unterstützer

Die Veranstaltung erfolgt mit freundlicher Unterstüzung von:

Logo Name Betrag
Bayer: Science For A Better Life 1.500,00 €
Daiichi-Sankyo 1000,00 €
Novartis 1000,00 €
Pfizer + Bristol Myers Squibb 1000,00 €
Boehringer Ingelheim 500,00 €
Zoll 500,00 €
apoBank Deutsche Apotheker- und Ärztebank 500,00 €

Downloads

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