Aktuelles aus der Gesellschaft der Internisten Mecklenburg-Vorpommerns e.V.
2017 | 2018

Fortbildungsveranstaltung am Mittwoch, dem 6. September 2017

"Aktualisierte Leitlinien zur Versorgung der Erkrankungen von Arterien und Venen"



Hotel und Restaurant Waldschlößchen

Veranstaltungsort:

Hotel und Restaurant Waldschlößchen
Schweriner Chaussee 08 | 19089 Crivitz

Tel.:
Fax:
E-Mail:
03863 5430-0
03863 5430-99
waldschloesschen@m-vp.de


Anfahrt:

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Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) bezeichnet eine graduelle (Stenose) oder komplette (Okklusion) Durchblutungseinschränkung der distalen Aorta sowie der Becken- und Beinschlagadern. Hauptursache ist die Arteriosklerose. Weltweit wächst die Zahl von Menschen mit einer PAVK und beträgt derzeit über 200 Millionen. In Deutschland steigt die Prävalenz der PAVK mit zunehmendem Alter an und beträgt bei über 70-Jährigen 20%. Nur 25% aller PAVK-Patienten haben Symptome.

Einschränkend muss festgestellt werden, dass die evidenzbasierte Datenlage zur PAVK schlecht ist. Im letzten Jahr erfolgte die Veröffentlichung der Aktualisierung der bisherigen S3-Leitlinie. Säulen der Therapie sind die Behandlung der vaskulären Risikofaktoren und Begleiterkrankungen und die Verbesserung des peripheren Blutflusses bei symptomatischen Patienten. In Abhängigkeit vom klinischen Stadium stehen dabei die Risikoreduktion kardiovaskulärer Erkrankungen, die Besserung der Gehleistung mit Erhalt der Mobilität und Besserung der Lebensqualität oder der Gliedmaßenerhalt im Vordergrund.

Auch zur Diagnostik und Therapie von Venenthrombose und Lungenembolie wurde eine aktualisierte Leitlinie vorgelegt. Die wichtigsten Botschaften sind zusammengefasst: Antikoagulation sofort beginnen! Bei Patienten mit zwei oder mehr Punkten im Wells-Score darf man nicht auf den D-Dimer-Test warten. Diese Patienten müssen gleich weiter untersucht werden. Sofort nach der Diagnose einer Venenthrombose muss die therapeutische Antikoagulation beginnen. Zur Therapie venöser Thromboembolien sind inzwischen auch alle vier direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) zugelassen. Dabigatran, Rivaroxaban, Apixaban und Edoxaban sind in der neuen Leitlinie gleichwertig mit den Vitamin-K-Antagonisten. In der Praxis erfolgt in den ersten fünf Tagen oft noch die Behandlung mit NMH, unfraktioniertem Heparin (UFH) oder Fondaparinux, welches auch eine besondere Rolle bei der Therapie der oberflächlichen Venenthrombose spielt.

Ich lade Sie wieder recht herzlich nach Crivitz ein und freue mich jetzt schon auf die anregende Diskussion im Anschluss an die Vorträge. Ich freue mich dazu wieder Referenten begrüßen zu dürfen, die Ihnen aus erster Hand berichten können.

Ihr
Bernd Helmecke

Logo BDI     Logo Gesellschaft der Internisten MV    Logo Hartmann

Programm

Uhrzeit Programm
18:00 Uhr

Begrüung / Einführung

Dipl.-Med. Bernd Helmecke
18:15 Uhr

Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit – Die neue S3- Leitlinie PAVK

Dr. Jürgen Ranft, Bottrop
19:15 Uhr

Aktualisierte Thrombose-Leitlinie – Die wichtigsten Botschaften

Dr. Hans Peter Lorenzen, Hannover

Die Referenten:

Dr.med. Jürgen Ranft
Klinische und interventionelle Angiologie
Klinik für Innere Medizin III
Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH

Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH

Dr. med. Hans Peter Lorenzen
Interdisziplinäres Gefäßzentrum
KRH Klinikum Siloah
Klinikum Region Hannover GmbH

KRH Klinikum Siloah    

Anmeldung (wenn möglich bis zum 4. September 2017):

Frau Getrud Harms
Westmecklenburg Klinikum Helene von Bülow GmbH
Klinik für Innere Medizin
Krankenhaus Ludwigslust
Neustädter Str. 1 | 19288 Ludwigslust

Tel.
Fax.

Mail.
Web.
03874 433 361
03874 433 323

Gertrud.Harms/at/wmk-hvb.de
www.wmk-hvb.de

Fortbildungspunkte

Die Veranstaltung wurde mit 5 Fortbildungspunkten zertifiziert von der
Ärztekammer MV

Unterstützer

Die Veranstaltung erfolgt mit freundlicher Unterstüzung von:

Logo Name Betrag
Bayer Bayer - Science For A Better Life 1500,00 €
Pfizer + Bristol Myers Squibb Pfizer und Bristol Myers Squibb 1000,00 €
Daiichi Sankyo Daiichi Sankyo 750,00 €
Boehringer Ingelheim Boehringer Ingelheim 500,00 €
apoBank Deutsche Apotheker- und Ärztebank apoBank Deutsche Apotheker- und Ärztebank 500,00 €

Downloads

Der Flyer als Download-PDF